Gramps Web Sync hält einen Stammbaum in Gramps auf dem Desktop und sein Gegenstück in Gramps Web in beide Richtungen synchron. Version 1.5 ersetzt den bisherigen Assistenten durch eine neue Oberfläche und ordnet große Teile des Codes dahinter neu. Dadurch wird die Synchronisation kürzer, die Übersicht erklärt die tatsächlich anstehenden Änderungen, und nach Fehlern lässt sich besser weiterarbeiten.
Die bisherige Version bestand aus einem Assistenten mit acht Seiten. Mehrere davon mussten nur bestätigt werden: eine Einführung, ein bereits ausgefülltes Anmeldeformular und ein eigener Schritt für Mediendateien. Eine gewöhnliche Synchronisation erforderte sechs Klicks.
Für einen Stammbaum, der bereits einmal synchronisiert wurde, sind es jetzt zwei. Die Einführung steht in einem optionalen Bereich „Über dieses Werkzeug“ bereit, gespeicherte Zugangsdaten überspringen die Anmeldung, und Mediendateien sind in die Übersicht integriert. Der Dialog nennt außerdem den verwendeten Stammbaum und Server und zeigt, wann sie zuletzt synchronisiert wurden.
Die Übersicht ist die wichtigste Änderung. Bisher zeigte sie die Unterschiede zwischen den beiden Stammbäumen, während der gewählte Synchronisationsmodus bestimmte, was mit ihnen geschehen würde. Ein Wechsel des Modus änderte die Liste nicht. Ein Eintrag wie Person / I0123 half zudem kaum dabei, den betroffenen Datensatz zu erkennen.
Die neue Übersicht listet die Aktionen auf, die der gewählte Modus ausführen wird, getrennt danach, ob sie den Computer oder den Server betreffen. Personen werden mit ihrem Namen statt nur mit einer internen Kennung angezeigt. Bei einem Wechsel der Synchronisationsrichtung wird die Liste neu aufgebaut; Löschungen erhalten unabhängig davon, wo sie stattfinden, einen eigenen Hinweis.
Der Code für Synchronisation und Vergleich bleibt erhalten, der Code für die Steuerung der einzelnen Schritte wurde jedoch neu aufgebaut. Netzwerkzugriffe blockieren den Dialog nicht mehr, Abbrechen funktioniert in diesen Phasen, und nach einem Fehler kann die Synchronisation beim fehlgeschlagenen Schritt erneut versucht werden, statt von vorn zu beginnen. Das Ergebnis zeigt außerdem an, welche Arbeiten vor dem Fehler bereits abgeschlossen waren. Kompatibilitätsprüfungen erkennen ungeeignete Server, bevor Daten übertragen werden.
Im Zuge dieser Arbeit wurden auch mehrere seit Langem bestehende Fehler behoben, darunter einer, der nach einer Synchronisation doppelte Namen oder Attribute hinterlassen konnte.
Objekte, die an beiden Stellen bearbeitet wurden, werden weiterhin automatisch zusammengeführt. Das Ergebnis kann gelegentlich noch manuell nachbearbeitet werden. Eine bessere Behandlung solcher Konflikte bleibt künftige Arbeit.
Gramps Web Sync ist über die Erweiterungsverwaltung von Gramps verfügbar. Es benötigt Gramps 6.0 und funktioniert mit jedem Gramps-Web-Server, ob selbst betrieben oder über Grampshub. Die Anleitung steht auf grampsweb.org.
Vorschläge und Fehlerberichte sind im Issue-Tracker oder im Gramps-Forum willkommen.